Wissenschaftliches Wunder. Das erste Baby der Welt, geboren nach einer robotergestützten Gebärmutter-Transplantation

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Wissenschaftliches Wunder. Das erste Baby der Welt, geboren nach einer robotergestützten Gebärmutter-Transplantation

Der Schwede wurde die Mutter des weltweit ersten Kindes, das als Ergebnis einer Gebärmutter-Transplantation geboren wurde und von einem Roboter durchgeführt wurde.

Die Ärzte machten am vergangenen Montag einen Kaiserschnitt, und bei der Mutter (deren Name nicht genannt wird) ist alles in Ordnung. Der Empfänger wurde im Oktober 2017 im Krankenhaus der Sahlgrenska Academy der Universität Göteborg in die Gebärmutter transplantiert. Während der Transplantation verwendeten die Ärzte ein robotergestütztes chirurgisches System nach der Methode des sogenannten "Schlüssellochs", bei dem ein Zentimeterschnitt auf dem Magen gemacht wurde. Durch diesen Schnitt führen Chirurgen eine Operation durch, wobei sie die Roboterhände steuern. Zwei Chirurgen verwenden ein Joystick-ähnliches Bedienfeld mit einem Roboterarm und ein vergrößertes dreidimensionales Bild des Unterleibs für eine präzise Handhabung. Am Ende des Verfahrens wird ein weiterer Schnitt vorgenommen, so dass eine Gebärmutter entfernt und durch eine andere ersetzt werden kann.

Wissenschaftler sagen, dass diese Methode praktischer ist, da die Erholungszeit viel schneller ist als bei herkömmlichen Operationen.

Niclas Kvarnström, verantwortlicher Transplantations-Chirurg, schlug vor: "In Zukunft können wir den Uterus auch mittels eines Schlüssellochverfahrens unter Verwendung eines Roboters zum Empfänger transplantieren."

Zehn Monate nach der Operation wurde ein Embryo unter dem IVF-Programm in den Uterus eingeführt, und die Schwangerschaft begann ohne Komplikationen.

Pernilla Dahm-Kähler, gynäkologischer Chirurg und Spezialist für Roboterchirurgie der Universität Göteborg, teilt seine Eindrücke: „Es ist ein fantastisches Gefühl, in einem so besonderen, lang erwarteten Baby zur Welt zu kommen. "Es ist einfach großartig, Teil des gesamten Prozesses zu sein, angefangen beim ersten Treffen mit dem Paar bis hin zur Gebärmutter-Transplantation. Jetzt sehen wir die Freude aller Beteiligten, deren Erwartungen von Erfolg gekrönt wurden."

Mats Brännström, Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Sahlgrenska Academy, sagte: „Dies ist ein äußerst wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Operationen im Zusammenhang mit Uterus-Transplantationen und der Gewährleistung der Sicherheit eines solch komplexen Verfahrens. Zum ersten Mal haben wir bewiesen, dass weniger invasive Operationen mit robotergestützten Operationstechniken praktisch machbar sind. “

 

Foto: Universität Göteborg
Basierend auf The Telegraph